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Laß deinen Kummer zu. Weinen, schreien, unruhig und traurig sein, sich zurückziehen und ähnliche körperliche und seelische Reaktionen sind Zeichen der gesunden Kummerverarbeitung. Man spricht auch von Trauerverarbeitung.

 

 

Denke über dich und andere Menschen nach. Es gibt Milliionen Menschen, denen es mit ihrem Kummer  genauso geht wie dir. Du bist in keinem Fall ein Einzelschicksaal. Es ist hilfreich, sich mit gleichbetroffenen Menschen auszutauschen. So erfährst du, wie es zum Kummer anderer Menschen kam und wie diese mit ihrem Kummer umgehen.

 

 

Teile deinen Kummer anderen Menschen mit. Das befreit dich. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ein persönliches Gespräch, ein Telefongespräch, ein Forum oder ein Brief sind hier gute Möglichkeiten. Reden befreit in der Regel am meisten.

 

 

Vermeide nicht die Auseinandersetzung mit deinem Kummer, wenn du Angst davor hast. Stelle dich deiner Angst und setze dich mit deinem Kummer auseinander. Eine Vermeidung wertet das Gehirn als Belohnung. So hast du das nächste Mal noch mehr Angst, dich mit deinem Kummer auseinanderzusetzen.

 

 

Setze dich aktiv mit deinem Kummer auseinander. Woher kommt er, was bewirkt er bei dir und was bewirkt er möglicherweise auch bei anderen Menschen, die von deinem Kummer wissen. Gibt es möglicherweise auch positive Aspekte deines Kummers, z. B. sinnvolle Distanz zu Menschen die dir schaden oder bessere Strukturierung deines bisherigen Lebens. Das könnte dir Kraft geben.

 

 

Versuche die Ursache deines Kummers zu erforschen. Stelle fest, wie es zu dem Kummer kam. Stelle fest, ob du aktiv oder passiv Schuld an deiner Situation bist. Warst du passiv, kannst du so deine Schuldgefühle reduzieren, da sie dich zusätzlich belasten und zum Kummer beitragen. Warst du aktiv, versuche aus deinem Fehler zu lernen um die nächste Situation besser bewältigen, damit Kummer erst garnicht auftritt.

 

 

Suche dir Kraftquellen. Womöglich hast du schon welche, nutzt sie nur momentan nicht gezielt für deinen Kummer. Eine Kraftquelle kann z. B. ein Hobby, ein Gespräch, ein Forum, eine Freizeitbeschäftigung oder Sport sein. Du mußt in jedem Falle das Gefühl haben, das die Nutzung deiner Kraftquelle dich stabilisiert in deiner wackelnden Gefühlswelt und dich aufbaut. Auch wenn es Anfangs nur ein bisschen ist. Nutze deine Kraftquelle 1-2 Mal pro Woche und überfordere dich dabei nicht. Viel hilft nicht immer viel.

 

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